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Eine Übersicht von DECT, Bluetooth und WiFi für die professionelle Geschäftskommunikation

  • Erstellt von Dirk Kelbch, Leiter Smart Systems bei Gigaset
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DECT, Bluetooth, WiFi: Es ist manchmal gar nicht so einfach, die Übersicht nicht zu verlieren, wenn man sich nach der besten Technologie zur Unterstützung von Geschäftskommunikationslösungen – inklusive Mobilteile oder Headsets – für das Büro oder zuhause umsieht. Gute Nachrichten: allgemein gilt, dass jede Technologie einem anderen Zweck dient. Aber was genau sind die Unterschiede zwischen DECT, Bluetooth und WiFi? Welche Vor- und Nachteile haben sie für Organisationen und Endbenutzer? Eine Übersicht der drei bekannten Technologien und wie sie optimal für die geschäftliche Kommunikation eingesetzt werden können.

DECT für flexible, qualitative Voice-zentrierte Kommunikation 

Als eine der führenden drahtlosen digitalen Kommunikationstechnologien bildet die Digital European Cordless Telecommunications (DECT) eine hervorragende Grundlage als die Technologie hinter den Kommunikationslösungen für den Geschäftsmarkt. Die digitale, verschlüsselte Funktechnologie hat ihre eigene Bandbreite im Frequenzbereich von 1.8 – 1.9 GHz. Dieser Frequenzbereich wurde speziell für die DECT-Technologie reserviert. Wenn dieser genutzt wird, müssen die DECT-Geräte vor dem Senden erst den Kanal kontrollieren. Das führt zu weniger Störungen auf dem Kanal und einer besseren Gesprächsqualität. 

Die DECT-Technologie ist insbesondere für die firmeninterne Nutzung interessant. Die Übertragung ist besonders leistungsstark und es können große Abstände überbrückt werden. Aus diesem Grund ist DECT eine interessante Technologie für Unternehmen und Endbenutzer, die Flexibilität und Bewegungsfreiheit wünschen – zum Beispiel, wenn sie DECT-Mobilteile für ihre geschäftlichen Gespräche nutzen möchten. Um ein DECT-Netzwerk zu kreieren, benötigen sie jedoch mindestens eine Basisstation und eventuell auch DECT-Repeater. Für größere Anlagen sind Lösungen mit Multizellen-Basisstationen die bevorzugte Option. Mit anderen Worten, die Technologie erfordert Investitionen in eine neue Infrastruktur. 

Bluetooth für die Nahfeldkommunikation (Personal Area Network)

Im Gegensatz zur DECT hat die Bluetooth-Technologie keine eigene Bandbreite, sondern nutzt das 2,45 GHz-Band mit anderen Protokollen. Das bedeutet, dass aufgrund von Interferenzen mit anderen Protokollen, die diese Bandbreite ebenfalls nutzen, mehr Störungen auftreten können. Neue Funktionen, wie z.B. das adaptive Frequenzsprungverfahren, versuchen, dies zu vermeiden. 

Dadurch eignet sich Bluetooth weniger für die Kommunikation zwischen Räumen und Etagen, aber hervorragend für die Kommunikation im persönlichen Bereich. Dabei kann man beispielsweise an Headsets denken, die mit einem Smartphone verbunden sind, oder ein Desktop-Telefon auf dem Schreibtisch eines Mitarbeiters. Obwohl es selbstverständlich vom Signalniveau abhängt, bestehen im allgemeinen keine Störungsprobleme bei der Nutzung von Bluetooth, vorausgesetzt, die verbundenen Geräte befinden sich in geringer Entfernung von einander. Daher ist Bluetooth eine perfekte Lösung für Endbenutzer, wenn die Mobilität innerhalb des Netzwerkbereiches sowie die Flexibilität ein weniger wichtiges Thema sind. 

WiFi für die Telefonie und Datenintegrierung

Im allgemeinen nutzt WiFi die 2,4 GHz und 5,8 GHz Frequenzbänder. Einer der wichtigsten Vorteile von WiFi ist die Tatsache, dass es relativ kostengünstig ist, da heutzutage nahezu jedes Büro und jedes Haus über ein WiFi-Netzwerk verfügt. Auf diese Art profitieren Endbenutzer und Unternehmen von nur einer Infrastruktur zur Unterstützung von sowohl drahtloser Telefonie als auch Datenübertragung und das bedeutet vielfach eine bessere Investitionsrentabilität für Hardware, sowie weniger langfristige Betriebs- und Wartungskosten. Außerdem funktionieren immer mehr Anwendungen über die Datenkommunikation, das heißt, dass WiFi-Kommunikationslösungen sich besser in ein bereits vorhandenes IT-Netzwerk eingliedern lassen. 

Im Endeffekt wurde WiFi jedoch für die Datenkommunikation und nicht für Sprachanwendungen entwickelt. Aus diesem Grund sind die Nachteile dieser Technologie im Hinblick auf Kommunikationslösungen eine schwächere Audio- und Sprachqualität. Das hat vor allem mit den möglichen Übertragungs- und Kodierungsverzögerungen von WiFi zu tun, die zu deutlich merkbaren Audioverzögerungen für den Endbenutzer führen können. Tatsächlich wird die Audioqualität schlechter, sobald die Verzögerung mehr als 90 Millisekunden beträgt und bei höchstens 220 Millisekunden Verzögerungen kann man von einer echten Störung reden. Kurz und gut, im Hinblick auf die Audio- und Sprachqualität sieht es danach aus, dass DECT die bessere Wahl ist. Da die DECT-Technologie sich einer spezifischen Kodierung bedient, die speziell entwickelt wurden, um weniger Latenz zu gewährleisten, ist die Verzögerung relativ kurz, ca. 10 Millisekunden.

DECT, Bluetooth und WiFi haben alle ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass wir verstehen, dass jede Technologie für andere Arten der Anwendung entwickelt wurde und wir sollten sie auch dementsprechend einsetzen. Bei Gigaset glauben wir an eine Welt, in der Endbenutzer und Unternehmen sich über die Technologie keine Sorgen machen müssen, weil alles genau so funktioniert, wie es sein sollte. Egal, ob es sich um DECT, Bluetooth oder WiFi handelt - das ist die einzige Art und Weise, in der man Leuten die absolut besten professionellen Kommunikationslösungen anbieten kann. 

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